Lange haben wir darauf gewartet, dass es endlich wärmer wird. Die unvermittelt einsetzende Hitze war vielen dann aber doch zu heftig, und Land- und Forstwirte klagten über die anhaltende Trockenheit. Da erweist sich der Regen als eine wahre Wohltat, obwohl einige gleich wieder über die Nässe jammern... Offenbar kann das Wetter es uns niemals recht machen, immer gibt es etwas daran auszusetzen. Vielleicht ist aber gar nicht das Wetter das Problem, sondern wir – weil wir es selten schaffen, uns positiv darauf einzulassen. Waren Sie schon einmal im frischen Frühlingsregen spazieren? Das kann herrlich belebend sein! Alles hat seine guten Seiten, auch die vermeintlich unangenehmen Seiten des Lebens, auf die wir gerne verzichten würden. Wir müssen sie nur zu entdecken wissen!
Steine sind leblos und tot, kalt und schwer, hart und starr. Deshalb greifen wir in Redensarten gerne auf sie zurück, wenn wir Bedrückendes und Belastendes zum Ausdruck bringen wollen. Etwas kann mir „wie ein Stein im Magen liegen“, und manchmal bin ich vor Schmerz oder Angst „zu Stein erstarrt“. Das Gefühl der Schwere und Lähmung kennen wir in diesen Wochen des nicht enden wollenden Lockdowns nur zu gut. Doch ein Stein kann in Bewegung geraten, wenn er nur den richtigen Anstoß von außen erhält. Da sollte es doch möglich sein, dass auch wir einander in Bewegung bringen – oft reicht schon ein gutes Wort, eine freundliche Geste, ein liebender Blick. Bringen wir den Stein ins Rollen!
Es hat geschneit. Ganz verzaubert ist es seit Montag früh rund um unsere Kirche. Plötzlich sind Orte, die wir im Alltag kaum mehr beachten, weil wir täglich an ihnen vorbeigehen, etwas ganz besonderes. Der Schnee macht sie zu verzauberten Räumen, an denen man sich kaum satt sehen kann. Da wird selbst ein grauer Hinterhof zur Augenweide.
Ich bin da, du bist mein geliebtes Kind – sind die ersten Worte Gottes zu uns im Neuen Jahr. Bei Gott sind wir nie außen vor sondern immer drinnen.